Die letzten Tage faulenzten wir am Strand und genossen den Blick über die Bucht auf den Horizont. Der „Long Beach“ auf Koh Phayam ist ein Ort, der glücklich macht, weil er die Zeit dehnt. Die Tage folgen ihrem natürlichen Rhythmus: die Sonne geht auf, scheint lang und heiß, geht spektakulär unter und wir haben keine Termine 🙂 Dabei rauscht immer der Ozean, auch in den Träumen.
Dass wir hier nur selten Internetempfang haben, tut überraschend gut. Daher bleiben wir noch eine Nacht länger.
Nur eins geht auch hier nicht: Wir können die Zeit nicht anhalten – am Donnerstag reisen wir zurück aufs Festland und Samstag landen wir schon in Berlin. Aber daran wollen wir jetzt nicht weiter denken…
Von wegen „Tropical Island“ in Brandenburg!!!Unser Heim: Garten-BungalowHauptattraktion am Abend: Die Sonne in Pink.…ohne Worte.
Kein Inselbesuch ohne Wanderung zum Leuchtturm – egal, ob Sommer oder Winter, Sonne oder Sturm, Regen oder Schnee! Der Leuchtturm auf dem Dornbusch, dem Hochland der Insel, wartet immer geduldig auf alle Gäste.
Bei traumhaftem Spätsommerwetter ließen wir es uns diesmal natürlich nicht nehmen, die 102 Stufen zu erklimmen und den windigen Ausblick zu genießen.
Da ist er schon nicht mehr weit.
Am frühen Morgen hab ich ihn ganz für mich 🙂
72,5m Berg + 28m Leuchtturm = sehr windig!
Hallooooo!
Haaaah…haaah…
…haaah…wir haben Spaß!
Klare Sicht: Die dänische Insel Møn taucht auf – mit Kreidefelsen-Kliff.
Blick auf Hiddensees Landzungen, Bessin, bis nach Rügen.
Das ist die ganze kleine Insel.
Die sturmgebürstete Kiefer – auch ein Wahrzeichen Hiddensees.
Der erste Urlaubstag begann mit strahlendem Sonnenschein. Ideal für einen Ausflug mit dem Rad in den Norden. Zuerst stellten wir die Räder am Enddorn ab – an der Nordspitze der Insel, wo sich Bodden und Ostsee treffen. Die Sonne lud zum Strandspaziergang ein und zu einem Mittagsschläfchen im Sand.
Fast wie in Neuseeland.
Gu, der Schafflüsterer.
…ein Schaf hört tatsächlich zu.
Happy!
Schweden haben wir nicht gefunden…
…dafür aber lustige Steingesellen am Strand.
Mit den Füßen trauten wir uns.
Müde von der frischen Ostsee-Luft.
Einfach idyllisch, oder?
Danach wanderten wir auf dem Alten Bessin – der ältesten der beiden Landzungen, die in der Form der Insel den Kopf des Seepferdchens bilden. Das Meer trägt jedes Jahr Sand von der Steilküste im Nordwesten ab, um ihn hier abzulagern. Irgendwann wird sogar der Leuchtturm ins Meer kippen… aber nicht mehr in unserem Leben. Der Bessin ist für Vögel und ihre Liebhaber ein kleines Paradies. Ohne Fernglas lässt sich aber auch allerhand am Wegesrand entdecken.
Nach 17.000 Schritten (laut Gu) hatten wir uns am Ende des Tages den leckeren Fisch beim Gasthaus zum Enddorn redlich verdient. Herr Müller empfing uns gewohnt nordisch-schroff, war aber gut gelaunt, um uns Inselgeschichten zu erzählen. Ein schöner Tag 🙂
Das Wandern ist des Müllers Lust…
Foto-Posing 🙂
Skuddenschafe – älteste, bedrohte Hausschafrasse der Region.
Glänzt so schön: Der Kackekäfer – äh, Mistkäfer.
Viele Raupen sind hier unterwegs.
Gelbe Blumen…
…violette Blumen…
… ein Pilz! Kann man den essen?
Am Ziel – das Vogelbeobachtungshaus.
Belohnung 1: Glitzernder Bodden-Blick nach Rügen.
Belohnung 2: Einkehr beim alten Fischer, mit heißem Sanddornsaft…
Wenn die Sommerferien enden, beginnt unsere Urlaubszeit. Wie jedes Jahr. Nicht überraschend. Doch die Frage nach dem Wohin stellte sich trotzdem, wie immer, sehr kurzfristig. Nach nervigen Internet-Flug-und-Reise-Recherchen kam uns eine verwegene Idee: Hiddensee im Sommer!
Wir haben Dat Söte Länneken bisher nur im Winter erlebt – dann, wenn die Strände leer sind, der Wind kalt um die Nase pfeift und man hier friedliche Ruhe vom Weihnachtstrubel findet.
Jetzt genießen wir zum ersten Mal 10 Inseltage im September bei mehr als 15 Grad über Null!
Die Anreise
2 x Bahn, 1 x Bus, 1 x Fähre – anstrengend, aber reibungslos. Und auf der Fähre von Schaprode nach Kloster stellte sich sofort das Urlaubsgefühl ein.
Erster Stopp an der Südspitze: Neuendorf.Leuchtturm und Urlaub in Sicht!
Bevor wir die Insel betraten, wurde der Unterschied zum Winter bereits deutlich: Was standen denn die vielen Leute am Hafen? Die Insel ist voll.
Daran musste sich Ri erstmal gewöhnen. Der strahlende Sonnenschein, die rauschende Ostsee und die gemütliche Ferienwohnung bei einer Familie mit Bauernhof machten es ihr aber leicht.
Voller Empfang am Hafen von Kloster.Klein aber fein – sogar mit frischen Blumen.Schlafen am Strand – dank Fototapete.Frische Eier inklusive: lecker!
Falls ihr euch über das grüne Ei wundert: Hühner sind quasi das Hobby unserer Vermieterin. Sie hat verschiedene Rassen auf ihrem Hof, die alle ganz unterschiedlich gefärbte Eier legen. Färben zu Ostern erübrigt sich so…