Dieses Wort entstammt nicht unserer Feder, sondern ist allen Myanmar-Reisenden ein Begriff: Früher oder später kommt der Moment, an dem man zu viele Tempel (Pagoden) gesehen hat.
Zum Glück haben wir das bedeutendste Heiligtum des Landes nicht gleich zu Anfang oder am Ende, sondern in der Mitte unserer Reisezeit besucht. Die Shwedagon-Pagode ist in ihrem goldenem Prunk und ihrer spirituellen Bedeutung kaum zu überbieten.
Wir waren begeistert:
Früh um 4 Uhr standen wir auf …
… um die Pagode im goldenen Licht zu sehen.
Siehst Du die Silhouette von Gunnar – mit Männerrock?
Er trägt einen Longhi, weil die Hosen zu kurz waren.
Buddhisten pilgern hierher und spenden Gold für die Renovierung.
Geblendet vom vielen Gold und Sonnenlicht.
Perfekter Sonnenuntergang hinter der Shwedagon.
Und perfekter Blick auch vom Bett.
Kann man zu viele Sonnenuntergänge sehen?
Gunnar antwortet mit: Ja!
Aber Ricarda kann nicht genug davon kriegen.
Keine Angst: Wir zeigen nur ein einziges Foto. (Nein, das Shwedagon-Foto oben zählt nicht – das gehört unter die Kategorie Tempelfotos 😉 )
Staub und Smog machen die Sonnenuntergänge noch dramatischer.
Noch mehr Buddhas und Pagoden – und ein Bilderrätsel
Gunnar quatscht lieber mit einem Traveller (statt den Sonnenuntergang zu bewundern).
Gunnar macht Quatsch mit zwei Kanadiern vorm größten liegenden Buddha.
Vergessen: Wo war diese Pagode eigentlich?
Vergessen 2: Der Buddhakopf steht in einem verlassenen Kloster.
Superlative: Der größte liegende Buddha ist noch nicht genug.
Clevere Idee: Meditieren ohne Angst vor Moskitos.
Buddha relaxt.
Vier Buddhas, mit Blick in jede Himmelsrichtung – aber nur eine Ricarda.
Mal was anderes: ein buddhistischer Skulpturenpark.
Bilderrätsel: Was ist hier zu sehen?
Wer die richtige Antwort als Kommentar schreibt, bekommt exklusiv eine persönlich von Gunnar gesammelte Muschel aus Thailand.
Wenn Du die Begrüßung wie die Menschen in Myanmar aussprechen möchtest, dann mit breitem Lächeln und leuchtenden Augen.
Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in diesem Land ist erstaunlich und überbrückt jede Sprachbarriere. Die Menschen freuen sich, wenn sie helfen können und sind happy, wenn wir happy sind. Es ist eine sehr offene und persönliche Kultur, die wir kennengelernt haben.
Wie besonders dies ist, wurde uns noch mal bewusst, als wir zurück nach Thailand flogen, wo uns der Flughafen in Bangkok mit gestressten Gesichtern und einer innovativen, unpersönlichen, maschinellen Abfertigung begrüßte.
Schöne Neue Welt am Flughafen: selbst einchecken und warten, was die Maschinen tun.
Ja, unsere vierwöchige Reise durch Myanmar ist schon vorbei. Warum gab es von Unterwegs keine Zwischenberichte?
In den Unterkünften war das W-Lan oft nicht besonders schnell. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Meistens sind wir abends einfach nur müde ins Bett gefallen.
Die Reise durch Myanmar war beeindruckend und gleichzeitig anstrengend. Deswegen gönnen wir uns jetzt noch ein paar Urlaubstage in Thailand auf der kleinen Insel Koh Jum. Hier ist es schön ruhig, um abends vorm Bungalow den Blog zu schreiben.
Ich habe nachgeschaut: Auf der Kamera sind 2.420 Fotos.
Oh je!!! Wo soll ich da bloß anfangen zu berichten? Wir haben so viel erlebt.
Myanmar ist definitiv eine Reise wert und erweitert den Horizont, weil es so anders ist – authentisch, ursprünglich, im Wandel.
Das Reisen von einem Ort in den nächsten war immer ein kleines Abenteuer, weil wir nie wussten, ob es so klappt, wie wir es im Reiseführer gelesen oder uns vorgestellt haben.
Als sehr nützlich hat sich wieder einmal die App maps.me erwiesen, mit der wir per GPS immer wussten, wo wir waren. So konnten wir zum Busfahrer sprinten, als er durch unseren gebuchten Zielort durchfuhr, und gerade noch rechtzeitig aussteigen.
Auf unseren Wegen benutzten wir einen bunten Strauß an Verkehrsmitteln: große Busse, kleine Minivans, Moped-Taxis, Tuk-Tuks, Pick-ups, E-Roller, Boote, den Zug, einen Ballon … Ich glaube, wir haben nur den Ochsen- und Pferdekarren ausgelassen sowie das Fahrrad, obwohl dies auch möglich gewesen wäre.
Egal, wie man in Myanmar reist, es dauert länger, als man es von zu Hause gewohnt ist und es ist meistens staubig.
Mit dem Bus durch den Staub
Die meisten Wege absolvierten wir mit dem Bus. Same, same – but different. Jeder Bus war anders, so dass es gut war, auf alles vorbereitet zu sein: War der Bus klimatisiert, musste man sich bei 10 Grad warm einpacken können, hatte er offene Fenster, gab es Sturmfrisuren.
Nach dieser Busfahrt rochen unsere Rucksäcke sehr eigenartig.
In dem Minivan wurden wir gut durchgerüttelt.
Fahren im Kühlschrank, mt Handtüchern als Decken.
Ohne AC, aber mit Staub-Peeling und neuer Frisur.
Platzwunder: Der Gang wurde mit Plastikhockern besetzt.
Viele Straßen haben Löcher und Baustellen.
Tuk-Tuk-Tuk …
Weißt Du, woher der Name Tuk-Tuk kommt? Von dem Geräusch des Motors, den die Mofas mit Ladefläche machen.
Das Geräusch hat uns nicht nur auf den Straßen begleitet, sondern auch auf den Flüssen.
Das moderne Tuk-Tuk ähnelt einem Golfwagen.
Ein sog. Pick-up mit Sitzhockern auf der Ladefläche.
Dieses Longtailboot ist voll. Wir warten aufs nächste.
Idyllisch, aber immer mit dröhnendem Motor.
Grinsebacken gibt es überall.
Die stille Ausnahme: durch Reisfelder gerudert.
Zugfahren in Myanmar: gaaanz-laaang-saaam
Ein tolles Erlebnis hatten wir mit der Zugfahrt von Hsipaw nach Pyin-U-Lwin.
Hier überquert man nämlich den Gokteik-Viadukt in schwindelerregender Höhe. Die Zugbrücke wurde 1900 von den Briten gebaut und wurde damals weltweit bewundert für die technische Perfektion.
Das Zugfahren ist heute wahrscheinlich noch genauso „komfortabel“ wie vor hundert Jahren:
Wenn sich der Zug in Bewegung setzt, beginnen die Wagons zu schwanken – es fühlt sich an, wie eine Bootsfahrt und ist für Touristen sehr lustig – jedenfalls am Anfang. Nach 7,5 Stunden ist die Freude hingegen groß, angekommen zu sein. Die 140 km haben wir mit 19 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit gemeistert!
Das Bahnhofsklo, inkl. Bett zum Ausruhen
Dagegen ist unser Gepäck ein Leichtgewicht!
So funktioniert hier Bordrestaurant: Balanceakt auf dem Kopf.
Coole Idee für die Bahn: Die Sitze lassen sich in Fahrtrichtung umdrehen!
Der Viadukt! Oder wer ist hier die Attraktion?
Woohoo! Da geht´s 111 Meter in die Tiefe!
Ganz schön hoch … und die Brücke ist von 1900.
Zum Glück fahren wir Schritttempo. Woohoo!
Das Highlight der Fortbewegung
Bagan gilt als religiöses Herz des Landes. Hier gibt es 3.400 (!) Tempel zu bestaunen.
Wie soll man sich die alle anschauen?!
Na klar, am besten aus der Luft:
Von der platten Plane zum riesengroßen Luftballon.
Jetzt steigt er auf …
… und wir steigen ein.
Zum Sonnenaufgang geht die Reise los.
Höhenangst?
Leise und friedlich gleiten wir übers Land.
Wir waren begeistert! Die nächste Reise machen wir mit dem Ballon um die Welt.
Der erste Grenzbeamte prüft das in Deutschland beantragte E-Visum und haut den Stempel in den Pass. Sein Kollege malt die Visumsnummer fein säuberlich hinein.
Erleichterung! Der Grenzübertritt von Thailand nach Myanmar auf dem Seeweg hat geklappt.
In Ranong (Thailand) waren wir mit unseren großen Rucksäcken – mehr oder weniger elegant – in ein sogenanntes Longtailboot balanciert und nach einer dreiviertel Stunde in Kawthoung (Myanmar) an Land gegangen.
Jetzt dürfen wir 28 Tage lang das „Land der Pagoden“ bereisen.
Soweit so gut. Doch der Magen knurrt. Wie und wo ein Mittagessen finden?
Kein Problem!
Ein Taxifahrer auf dem Moped zeigt uns den Weg ins nächste Restaurant – und freut sich, uns zu helfen, obwohl er mit uns kein Geschäft machen kann.
Unser erstes burmesisches Mittagessen.
Die Freundlichkeit der Menschen überwältigt uns.
Auch im Restaurant und am Flughafen lächeln die Menschen und helfen uns, obwohl wir kein Wort der Landessprache können und ihr Englisch oft nicht sehr gut ist.
Wir fliegen nach Norden in die kleine Stadt Dawei. Bei der Ankunft lachen wir herzlich mit dem Beamten der Passkontrolle: Unsere beiden Rucksäcke sind die einzigen Gepäckstücke, die aus dem Flugzeug geladen werden, das hier nur einen Zwischenstopp einlegt und gleich weiterfliegt. Zwei Männer ziehen den großen Gepäckwagen zum Terminal. Es wäre leichter gewesen, die Rucksäcke zu tragen – darüber lachen sie auch.
Einmalig: per Hand ausgestellte Flugtickets.
Tolles Logo für eine Fluggesellschaft, oder?
… mmh.
Da sind unsere Rucksäcke!
Als wir durch Dawei schlendern, winken uns Kinder zu und rufen „Hello“. Wir winken zurück und sie lachen herzhaft. In ihren Augen sehen wir wahrscheinlich nicht nur anders aus, sondern verhalten uns auch komisch.
Der Süden von Myanmar ist erst seit sechs Jahren für den Tourismus geöffnet. Wir sind hier noch Attraktion, was sich auf unserem Weg nach Norden bestimmt ändern wird. Aber für den Moment faszinieren uns die ersten Eindrücke vom Land – und sie berühren.
Ein Empfang – nur für uns?
Ach nein, für die Sportler!
Da heißt es also: trainieren im Park!
… zu heiß in der Mittagshitze!!!
Buddha macht es richtig: mit Schirm.
Reifenwechsel?
Die Mädchen haben sich heran getraut: Hello!
Abends wird Chinlon gespielt: Volleyball mit dem Fuß.
Jetzt weißt Du, wie Gu nach dem laotischen Friseurbesuch aussieht. Doch natürlich haben wir von Laos Hauptstadt Vientiane mehr gesehen als nur einen Friseursalon.
Viele Sehenswürdigkeiten sind – wie in Thailand – Tempel. In einem habe ich es den Einheimischen nachgemacht und mich von einem Mönch segnen lassen. Das bedeutet, ich trage jetzt ein weißes Band ums Handgelenk, dass mich auf der Reise beschützt.
Kann nicht schaden, oder?
Zu mal wir morgen einen langen Transfer mit Flug, Bus und Fähre auf die thailändische Insel Ko Phangan vor uns haben. Ja, das ist die Insel, die der angekündigte Tropensturm „Pabuk“ vor wenigen Tagen verschont hat. Da haben wir also schon mal Glück gehabt.
Aber zurück zu Laos und ein paar Foto-Impressionen:
Nationalsymbol: die Stupa „That Luang“
Liegender Buddha im That Luang
Blick von der buddhistischen Variante des Pariser Triumphbogens
Wie der Gong wohl klingt?
Kleiner Wächter oder süßes Haustier?
Dieser Wächter sieht schon gefährlicher aus.
Hier wohnen Mönche …
Omm …
Sightseeing bei über 30 Grad ist anstrengend. Vor allem wenn noch Lärm und Smog tausender Autos und Mofas hinzu kommen.
Deshalb gönnten wir uns am Abend eine traditionellelaotische Massage für umgerechnet 6 Euro pro Stunde. Die Griffe ähneln der thailändischen Massage. Aber die Ausführung war noch härter, so dass ich während der Prozedur mit blauen Flecken gerechnet habe. Doch die Masseurin verstand ihr Handwerk – außer Muskelkater in den Waden ist nichts außer Entspannung geblieben.
Und nach der Entspannung kommt der Hunger.
Die laotische Küche ist super lecker und selbst in den Straßenküchen haben wir immer etwas Vegetarisches bekommen. Mein Lieblingsessen zur Haupt- und Nachspeise:
Sticky Rice – Klebreis.
Gut und günstig: Essen in der Straßenküche.
Sticky Rice geht auch als Dessert …
… mit süßer Kokosmilch und Mango.
So fühten wir uns nach dem Essen.
Und auf dem Weg zurück in unsere Unterkunft stolperten wir in ein Konzert laotischer Rockstars.
Bist Du gut ins neue Jahr gerutscht? Mit buntem Feuerwerk und sprudelndem Sekt?
Wir haben das neue Jahr schon sechs Stunden eher als in Deutschland begrüßt. Und in der Zeitrechnung sind wir sogar schon ein halbes Jahrtausend weiter:
In Thailand hat heute das Jahr 2562 begonnen. Denn hier gilt die buddhistische Zeitrechnung, die vom Todesjahr von Siddhartha Gautama (Buddha) aus gerechnet wird.
Viel Knallerei gab es in Nong Khai, dem ruhigen Ort im Nordosten an der Grenze zu Laos, nicht. Nach fünfzehn Minuten waren alle Raketenblumen überm Mekong erloschen. Darüber waren wir ganz froh, denn so konnten wir ins Bett unters Moskitonetz hüpfen und uns dem dicken Schlafdefizit widmen, das wir nach der ersten Woche auf Reisen angehäuft hatten, wegen:
Jetlag und Hitze in Bangkok
Straßenlärm im Dschungel-Camp
eine Nacht im Höllen-Zug (erzählen wir im extra Beitrag) und
Hundegebell und Katzenjammer
Die Neujahrsnacht hingegen war schön ruhig.
Endlich einmal wieder ausschlafen!
Das Mut Mee Gästehaus ist super gemütlich.
Dieser Skulpturenpark ist eine ziemlich schräge Attraktion – irgendwie so etwas wie ein Fantasypark. Wie hunderte thailändische Familien spazierten wir zwischen riesengroßen Zementfiguren entlang und krochen durch eine Art Geburtskanal in das Wheel of Life (Rad des Lebens).
Im Reiseführer steht, dass der Park eine Art Parodie auf Religion und das Menschsein sei. Mmh, so ganz erschloss sich uns die Bedeutung nicht. Aber es war ein netter Feiertagsausflug.
Riesengroße Figuren mit vielen Armen.
Sieht buddhistisch aus, aber die Nasen!?!
Dieser Durchgang ist der Weg ins Leben.
Aha… Nee, keine Ahnung, was das bedeutet.
Räucherstäbchen und Blumen: da mache ich mit!
Blumen für mein Tierkreiszeichen: Pferd.
Für den spirituellen Start ins neue Jahr besuchten wir heute einen kleinen Tempel, in dem ich unsere Wünsche auf eine riesige Gebetsrolle schrieb. Eine Thaifrau zeigte mir, wie die Zeremonie im Tempel funktioniert. Meine Stäbchen wollten zwar nicht so schön rauchen wie die anderen, aber trotzdem hat die kleine Zeremonie mein Herz berührt.
In diesem Sinne wünschen wir ein friedliches neues Jahr mit einem glücklichen Herzen! Bleib gesund und wünsch Dir was!