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Spiderman

Heute Nacht wurde ich um 4 Uhr von gu geweckt. Er wurde von etwas in den Oberarm gebissen. Wir schliefen die zweite Nacht im Strandbungalow mit Meeresrauschen, aber ohne Moskitonetz. Der Bungalowbesitzer meinte, wir bräuchten keines, weil die Fenster alle mit Fliegengittern gesichert sind.

Tja, ein Moskito hatte gu auch nicht angefallen. Den Einstichen zufolge war es etwas mit 2 Zähnen. Da wir aber nicht in Australien sind, wo dieser Biss potentiell tödlich ist, bauten wir das Moskitonetz auf und schliefen weiter. Gu wartet nun gespannt auf seine Superkräfte. Aber bis heute Abend hat er es nicht geschafft, Netze aus seinen Händen zu schießen und sich von Bungalow zu Bungalow zu schwingen.

Mmh, war es vielleicht doch keine Spinne, die ihn in den Arm gebissen hat? War es etwa ein kurzsichtiger Vampir? Ob gu morgen früh im Sonnenlicht verbrennen wird?

Was war das?
Was war das?

 

Ranong: bunt und laut

Von Chiang Mai ging es endlich in den warmen Süden. Wir flogen über Bangkok nach Ranong. Einige der tollen Inseln sind von dort nur einen Katzensprung entfernt.

Wir mussten uns aber erst einmal an das tropische Klima im Süden gewöhnen und machten einen „lauschigen“ Abendspaziergang. Genau gegenüber von unserem Guesthouse befand sich eine Grundschule mit einem großen Festplatz, auf dem ein ohrenbetäubendes Fest stattfand. Die Wahl der kleinen Schönheitsköniginnen hatten wir wohl schon verpasst, aber für einen bizarren Tanzwettbewerb unter den Kleinen kamen wir noch rechtzeitig.

Die Schönheitsköniginnen stehen im Hintergrund, davor die erfolgreichsten Tänzer mit den meisten Girlanden, davor die stolzen Eltern beim Festschmaus. Das war der zweite Weihnachtsfeiertag in Ranong.

@ Joy’s House: Happy in Nordthailand

Über die Weihnachtstage hatten wir eine Unterkunft im Norden von Chiang Mai gebucht: Joy’s House – ein toller Tipp von motorbikefrog, die hier selbst vor ein paar Jahren gewohnt hat. Joy’s House wird von Uli, einer Deutschen, und der Thailänderin Joy geführt. Es ist Teil ihrer Children’s Shelter Foundation, einer Stiftung, die chancenlose Kinder unterstützt und ihnen eine Ausbildung ermöglicht.

Die älteren Jugendlichen arbeiten in Joy’s House mit den Gästen zusammen und bieten zum Beispiel einen Kochkurs an, den wir gleich am ersten Nachmittag ausprobiert haben. Am besten war dabei der gemeinsame Besuch des lokalen Marktes, auf dem wir alle Zutaten kauften. Nebenbei erfuhren wir die Lebensgeschichte von Ruta, unserer netten Kochlehrerin, die am Wochenende Tourismus studiert und hofft, irgendwann ihr eigenes Business zu gründen. Ruta ist vom Bergvolk der Akha und stammt aus Burma. Sie hat keinen Pass, so dass ihr vieles, was für uns ganz normal ist, für immer verwehrt bleiben wird. Wir haben dabei mal wieder deutlich gemerkt, wie gut es uns doch geht.

Vielleicht ein paar Hühnerbeinchen?
Vielleicht ein paar Hühnerbeinchen?
...ich bleib lieber beim Gemüse.
…ich bleib lieber beim Gemüse.
Die Mütze macht den Kochprofi ;-)
Die Mütze macht den Kochprofi 😉
Aber auch unser Essen war profi-lecker.
Aber auch unser Essen war profi-lecker.

Am letzten Tag machten wir dann noch einen Tagesausflug zum höchsten Berg Thailands, den Doi Inthanon. Auf seiner Höhe von 2.565 m erstreckt sich moosbehangener Nebelwald. Mit 14 Grad war es vergleichsweise kühl, so dass die Besucher dicke Jacken und lustige Mützen trugen – die beste war eine Erdbeerwollmütze, von der wir leider kein Foto aber nun eine Strick-Inspiration mitnehmen. Mit unserer kleinen Gruppe und einem Guide aus dem Bergvolk der Karen besuchten wir zwei Pagodas, einen wundervollen Wasserfall und am Ende unserer Trekkingtour sein Bergdorf. Dabei lernten wir über die Royal Projects, mit denen Thailands König der Region eine Alternative zum Opiumanbau ermöglicht hat. Die Menschen bauen nun Reis, Zucchini, Erdbeeren und auch Kaffee an. Den Kaffee konnten wir dann sogar noch probieren: gu war begeistert!

Pagoda im Nebelwald bei 14 Grad.
Pagoda im Nebelwald bei 14 Grad.
Auf dem Weg zum Wasserfall war's wieder heiß.
Auf dem Weg zum Wasserfall war’s wieder heiß.
Hier wurde der Reis vor 1 Monat geerntet.
Hier wurde der Reis vor 1 Monat geerntet.
Berg-Kaffee frisch geröstet und gebrüht.
Berg-Kaffee frisch geröstet und gebrüht.
Das ist doch mal ein Wasserkocher!
Das ist doch mal ein Wasserkocher!
...doch, der Kaffee ist echt lecker!
…doch, der Kaffee ist echt lecker!

Ach, und natürlich müssen wir noch die tollen thailändischen Massagen erwähnen. Gu lässt sich gern mit Ölmassagen verwöhnen, während ri sich mit traditionellen Thaimassagen zurecht biegen lässt 🙂

Weihnachtsbotschaft

Merry Christmas and a happy New Year, wie die Thailänder zu uns die letzten Tage freudestrahlend zu jedem möglichen Anlass sagten. Wir hoffen, ihr habt die Weihnachtstage erholsam verlebt.

Die Überschrift unseres Weihnachtsbeitrages hat einige Leser irritiert. Daher möchte ich noch eine kleine buddhistische Botschaft nachschieben.

Heilig Abend besuchten wir ein kleines Dorf im Norden von Chiang Mai und entdeckten im Tempel vier Mönche, die die uns bekannte Metapher der drei Affen interpretierten. Aber schaut selbst:

Nichts hören...
Nichts hören…
Nichts sehen...
Nichts sehen…
Nichts sagen...
Nichts sagen…
Alles wahrnehmen... und loslassen.
Alles wahrnehmen… und loslassen.